


Biografie
Komponist
Arnulf Herrmann studierte zunächst Klavier in München und anschließend Komposition und Musiktheorie in Dresden, Paris und Berlin. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen u.a. als Stipendiat der Villa Massimo in Rom (2008) und den Förderpreis Komposition der Ernst von Siemens-Musikstiftung (2010). 2014 übernahm er die Professur für Komposition an der HfM Saar in Saarbrücken. Im Oktober 2026 wurde er auf die Professur für Komposition an der HfM Hanns Eisler in Berlin berufen. Seine Werke erscheinen im Verlag Edition Peters.
„Aus dem Tritt geratene Rhythmen, mikrotonale Irritationen, melodische Verformungen – Arnulf Herrmann ist ein Meister der Gestaltung von beschädigten und schwankenden Texturen. In seiner Musik entwirft er oft Veränderungsprozesse von zuvor eingeführten Modellen, die anschaulich nachvollzogen werden können. Besonders eindringlich zeigt sich dies in Werken, die Ängste und seelische Grenzerfahrungen thematisieren, wie in dem 2012 im Rahmen der Münchener Biennale uraufgeführten Musiktheaterwerk Wasser und in der Oper Der Mieter, nach einem Roman von Roland Topor. Aber auch lakonischer Humor und groteske Klangwelten sind dieser Musik nicht fremd. In beiden Opern – wie in seinen Orchester- und Ensemblewerken generell – zeigt sich zudem Herrmanns virtuose Orchesterbehandlung und seine Fähigkeit zur wirkungsvollen, vielgestaltigen Instrumentation. Ein weiteres Charakteristikum im Werk von Arnulf Herrmann ist die Bandbreite der Genres, mit denen er sich kompositorisch auseinandersetzt. Sein Werkkatalog reicht von Solostücken über Kammermusik, Ensemble, Tanz, Orchester bis hin zur Oper. Der selbstverständliche Einsatz aktueller Technologien dokumentiert darüber hinaus seine kontinuierliche Suche nach immer neuen Perspektiven, Werkzeugen und Herangehensweisen im Hinblick auf die eigene Arbeit.“ Markus Böggemann
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Arnulf Herrmann
Verlag Edition Peters
